Historischer Pokalabend in Warden – Die Eintracht schlägt den Bezirksligisten Alemannia Mariadorf im Kreispokal dramatisch knapp.
3:2 – Ein historischer Abend für die Eintracht
Mehr Derby geht nicht. Seit Tagen hatte man es gespürt: Dieses Spiel elektrisierte ganz Warden, nein sogar ganz Alsdorf. Gefühlt die halbe Stadt (inkl. Neubürgermeister Tim Krämer) stand an den Spielfeldrändern, Schulter an Schulter, voller Erwartung, voller Emotionen. Ein Lokalduell, das es in dieser Konstellation so gut wie nie gibt – zwischen zwei Vereinen, die drei Ligen trennen und doch eine jahrzehntelange Rivalität verbindet und das sogar bei Flutlicht.
Ein Abend, der in Erinnerung bleibt
Was viele im Vorfeld für unmöglich hielten, wurde Realität: Eintracht Warden schlägt den drei Klassen höheren Nachbarn aus Mariadorf – und das nach einem Spiel, das an Dramatik kaum zu überbieten war.
Warden erwischte den perfekten Start: Bereits nach drei Minuten traf Pascal Heitzer zur frühen Führung per Elfmeter. Doch Mariadorf zeigte immer wieder, warum sie Bezirksliga spielen: spielstark und druckvoll. Der Ausgleich fiel allerdings erst in der 49. Minute. Dafür ging Mariadorf dann umso schneller nur eine Minute später sogar in Führung.
Ja – danach es hätte auch locker 1:4 stehen können, wenn Mariadorf seine Chancen konsequent genutzt hätte.
Und dann kippte alles
Zwei Platzverweise veränderten die Dynamik abrupt. Einmal rot auf beiden Seiten. Plötzlich war wieder alles offen. Warden spürte das, Warden kämpfte, Warden biss sich zurück ins Spiel.
Niklas Fieber traf zum 2:2.
Heitzer legte in der 71. Minute das 3:2 nach – und der Sportplatz Warden explodierte.
Was folgte, war der pure Wille, der reine Kampfgeist, bedingungslose Hingabe – getragen von einer Mannschaft, die über sich hinauswuchs. Und dahinter ein Keeper in Galaform: Timo Lenz, der mit mehreren überragenden Paraden das Ergebnis festhielt und sich an diesem Abend unsterblich machte.
Rivalität ja – Respekt ebenso
Trotz der Historie zwischen beiden Vereinen blieb es ein faires Duell. Mariadorf zeigte sich nach Abpfiff als guter Verlierer, gratulierte sportlich und würdigte die starke Leistung des Underdogs.
Fazit: Ein Abend für die Geschichtsbücher
Eintracht Warden hat an diesem Pokalabend nicht nur ein Spiel gewonnen – sondern ein Stück Vereinsgeschichte geschrieben.
Ein Sieg gegen einen Gegner, der normalerweise weit außerhalb der eigenen Reichweite liegt.
Ein Sieg, der zeigt, was möglich ist, wenn eine Mannschaft gemeinsam brennt.
Doch bei aller Euphorie gilt nun: Der Fokus muss zurück auf die Meisterschaft.
Die Pokalnacht war magisch – aber die Saison wird in der Liga entschieden.
Ein Abend, den niemand in Warden so schnell vergessen wird.
Großer Dank geht an alle Helfer und Ehrenamtlichen die neben dem Platz alles perfekt organisierten, so wie es man von der Eintracht gewohnt ist. Dennoch ist dies bei rund 500 Zuschauern nicht selbstverständlich und gebührt den nötigen Respekt. Ihr seid SUPER!!!!


